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Die gallische Küche

Interview

Albert Uderzo :

" Asterix hätte René und mir fast Verdauungsprobleme bereitet. Zu Beginn unseres Erfolges mit dem gallischen Helden wurde uns bei jedem Empfang, zu dem wir eingeladen wurden, Wildschwein serviert! Die Leute glaubten, uns damit einen Gefallen zu tun, ohne zu berücksichtigen, dass wir wirklich genug von diesen armen Tieren hatten, die für uns geopfert wurden. Wir dachten uns: "Schade, dass unsere Gallier keinen Kaviar essen! Wir könnten dann jeden Tag köstlich speisen…"
"Ich erinnere mich besonders an einen Empfang Anlässlich der Herausgabe eines Buches über Vercingetorix in einem kleinen Restaurant mitten in Paris, auf dem wir ein ausgewachsenes Wildschwein knabbern mussten (wenn man das so sagen darf…), das am Spiess gegrillt und völlig ungeniessbar war. Ich weiss nicht, wie sie es geschafft haben, davon etwas abzuschneiden, jedenfalls war das Fleisch steinhart!"

GOSCINNY:

"Ich möchte offiziell darum bitten: Schützt diese armen Tiere, bringt sie nicht mehr auf den Tisch. Denn ich habe davon viel gegessen. Wirklich viel!"

Auszug aus ASTERIX, DAS KULTBUCH, erschienen bei Ehapa Comic Collection.

Der unbekannten Leiden von zwei Galliern in Gallien

Im Szenario von "Tour de France" lässt René Goscinny unsere beiden Helden zu den "vier Ecken des Hexagons" (tja!) reisen und Folgendes mit nach Hause bringen: Schinken aus Paris (Lutetia), Backpfeifen aus Cambrai (Camaracum), Wein aus Reims (Durocortorum), Wurst und Fleischklösschen aus Lyon (Lugdunum), Salat aus Nizza (Nicae), Bouillabaisse aus Marseille (Massilia), Wurst aus Toulouse (Tolosa), Pflaumen aus Agen (Aginum) und Weisswein und Austern aus Bordeaux (Burdigala). Ursprünglich hatte er ja noch weitere Etappen vorgesehen, auf die er schliesslich verzichtete, schon allein aus Platzmangel (ein Album hat nur 44 Comicseiten).

So konnten wir folgende Spezialitäten bisher nicht berücksichten: die Rilettes aus Tours (Caesarodunum), die Gänsestopfleber aus Périgueux (Vesunna), den Wein aus Béziers (Baeterrae), die Salami aus Arles (Arelate), die Melone aus Cavaillon (Cabellio), die Nüsse aus Grenoble (Cularo), den Essig aus Orléans (Genabum) und dans Hänchen aus Le Mans (Suindinum). Und in Le Conquet (Gesocribate), der letzten Etappe ihrer Reise, haben Asterix und Obelix keine Zeit mehr, die zunächst in der ersten Version vorgesehenen Crêpes zu geniessen.

Auszug aus ASTERIX, DAS KULTBUCH, erschienen bei Ehapa Comic Collection.

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