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Acta est fabula

"Das Geschehene ist eine Fabel", im Sinne von "Vorbei ist vorbei"



Eleonoradus, Spielleiter mit Reformideen an dem Theater in Asterix und der Kupferkessel, hat es uns bestätigt: Die Vorfahren unserer heutigen Regisseure kündigten im antiken Theater mit dem Satz acta est fabula an, dass das Stück zu Ende war.

Dies inspiriert dann im Verlauf der Geschichte einige große Männer, die ihr unabwendbares Ende nahen fühlten. Geschichtsquellen berichten, acta est fabula seien die letzten, vom römischen Kaiser Augustus im Jahr 14 n.Chr. auf seinem Totenbett ausgesprochenen Worte gewesen. Ehe er seinerseits starb, hat der französische Schriftsteller François Rabelais angeblich dieses Wort ebenfalls gebraucht, es aber auf seine Art in französischer Übersetzung so ausgedrückt: "Laßt den Vorhang herunter, die Farce ist zu Ende."

In Die goldene Sichel ist es der korrupte Präfekt Gracchus Überdrus, der, als er sieht, dass seine zweifelhafte Rolle beim Schmuggel mit goldenen Sicheln aufgeflogen ist, sich gelangweilt in sein Ende fügt. Zum Glück wird seine Stimmung bald wieder hergestellt: als der Präfekt von Lutetia festgenommen wird, träumt er nämlich davon, von den Löwen im Zirkus zerfetzt zu werden. "Endlich ein wenig Unterhaltung! Was wird man da lachen!" sagt er. Überdrus ist ein Theatermensch, der für Inszenierungen in der Öffentlichkeit gemacht ist. Es ist also nicht überraschend, wenn man weiß, dass diese Figur eine Karikatur des großen britischen Schauspielers und Regisseurs Charles Laughton ist! Quod erat demonstrandum, sagen unsere gelehrten Druiden.

  Die goldene Sichel, Seite 39, Bild 10

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